Was bisher geschah


 

Schnauzen & Schnäbel in Not
März - August ´02:

07.03.2002: Gefunden in Bruchsal - Taube “SHARON”
Schwer an den Füßen verletzt und entkräftet auf dem Boden in der Fußgängerzone von Bruchsal sitzend wird die Taube “Sharon” von uns aufgefunden und eingefangen. “Sharon” ist wie viele andere Bruchsaler Stadttauben mit den Füßen in Netzen hängen geblieben, wodurch mehrere Zehen bis auf den Knochen mit Netzfäden abgeschnürt wurden. Nach mühevoller Entfernung der Schnüre und antibiotischer Behandlung durch unseren Tierarzt bekommt “Sharon” einen Fußverband und kommt auf unsere Pflegestelle. Dennoch wird einer der Zehen des linken Fußes schwarz und muß amputiert werden. Nach rund 2 Wochen, am 21.03.2002, kann “Sharon” aber geheilt in die (für Stadttauben ebenso ungewisse wie unsichere) Freiheit entlassen werden.

19.03.2002: Anruf aus Hatzenbühl - Katze “MAJA”
Eine türkische Familie, die seit geraumer Zeit eine trächtige Tigerkatze füttert und nun nicht mehr haben will, bitte um Hilfe. “Maja” wird von uns mit der Lebendfalle gefangen. Unser Tierarzt stellt fest, daß sie schwanger ist, die Schwangerschaft aber schon zu weit fortgeschritten ist, um sie zu kastrieren. Wir finden einen Pflegeplatz für “Maja”, auf dem sie ihre 4 Babys bekommt, von denen aber leider 2 tot zur Welt kommen. Trost für “Maja”: Der Pflegeplatz wird ihr neues Zuhause.

21.03.2002: Gefunden in Bruchsal - Taube “SADDAT”
Zur gleichen Stunde, als “Sharon” von uns in Bruchsal geheilt in die Freiheit entlassen wird, finden wir “Saddat”, ebenfalls eine schwer verletzte Bruchsaler Stadttaube. Sie hat sich das rechte Bein bis zum Knie hoch vermutlich an einem sog. Taubenabwehrspieß aufgerissen, die Wunde ist entzündet und vereitert, so daß sie kaum noch laufen kann. Zusätzlich ist ihr noch das Schwanz- und Rückengefieder ausgerissen worden. “Saddat” wird von unserem Tierarzt behandelt, bekommt um ihr rechtes Bein einen Verbands”stiefel” und geht auf unsere Pflegestelle. Nach vielfachem Verbandswechsel ist das Bein geheilt und das Gefieder nach rund 4 Wochen nachgewachsen, so daß sie wieder flugfähig ist und am 15.04.2002 in die Freiheit entlassen werden kann.

16.04.2002: Gefunden in Karlsruhe - Kater “JASPER”
Ein völlig verwahrloster herrenloser Kater läuft uns in einem Karlsruher Hinterhof hilfesuchend zu. Unser Tierarzt stellt fest, daß “Jasper” vor mehr als einem Jahr einen Kieferbruch erlitten hatte, der zwar behandelt, die Drähte aber nicht mehr entfernt wurden. Folge: Ins Zahnfleisch eingewachsene Drähte und ein hierdurch vor Eiter schon stinkender Mund. Zusätzlich ein vereiterter Abszess am Schwanz, starker Flohbefall und Durchfall. “Jasper” geht bei uns in Pflege, die Drähte im Mund und der Abszess am Schwanz werden operativ entfernt, Flöhen und Durchfall zuleibe gerückt. Uns so wird aus “Jasper”, der einfach nur glücklich ist, sich nicht mehr draußen alleine durchschlagen zu müssen, nach tierärztlicher Behandlung und unendlichem Bürsten und Striegeln ein bildschöner schwarzer Panther im Stubentigerformat, der als “Mokolino” inzwischen ein liebevolles neues Zuhause gefunden hat - und eine kleine getigert-weiße Freundin “Simba” ! . 

19.04.2002: Hilferuf aus Bruchsal - Taube “SELINA”
Eine besorgte Bruchsaler Bürgerin bittet um Hilfe wegen einer Stadttaube, die nicht mehr laufen, sondern nur noch auf dem Bauch rutschen und sich mit den Flügeln “vorwärtsschrubbern” kann. Wir fangen “Selina”, der beide Büße so sehr mit Fäden bis auf die Knochen abschnürt sind, daß sie nicht einmal mehr stehen kann. Die Beine durch Entzündungen so aufgeschwollen, daß sie wie “Elefantenfüße” aussehen. Nach Erstversorgung und mühevoller Entfernung der schon eingewachsenen Schnüre durch unseren Tierarzt kommt “Selina” bei uns auf Pflege und kann nach wenigen Tagen - nach Wochen erstmalig wieder ! - auf ihrem linken Fuß wieder stehen. Zwei Zehen des rechten Fußes aber sind bereits abgestorben und müssen amputiert werden. Nach einem Monat kann “Selina” am 19.05.2002 auf beiden Beinen wieder stehend und laufend freigelassen werden.

23.04.2002: Anruf aus Hatzenbühl - schwarzer Kater
Ein junger schwarzer unkastrierter Kater wird auf einem Supermarkt-Parkplatz liegend, schwer atmend gefunden. Er kann nicht mehr stehen und bekommt kaum Luft. Unser Tierarzt röngt ihn, nimmt Blut und muß die traurige Diagnose stellen: VIP im Endstadium. Um ihm ein qualvolles Ersticken zu ersparen, muß das Katerchen sofort eingeschläfert werden.

24.04.2002: Anruf aus Billigheim - Tigerkater
Eine Familie füttert schon seit rund 13 Jahren einen wilden braungetigerten Kater, jetzt kann er nicht mehr fressen. Er kann den Kiefer nicht mehr schließen, die Zunge hängt heraus, ein Auge ist hervorgequollen und vereitert. Wir fangen ihn mit der Lebendfalle und bringen ihn zu unserem Tierarzt. Der stellt unter Narkose fest, daß der Kater einen daumennagelgroßen, bereits durchgebrochenen Tumor im Hals hat. Da aufgrund des Durchbruchs auch durch eine Operation nicht mehr geholfen werden kann, muß er, um ihm ein qualvolles Verhungern zu ersparen, eingeschläfert werden.

25.04.2002: Hilferuf aus Billigheim - Weiße Katze
Die Nachbarn des Tigerkaters mit dem durchgebrochenen Tumor im Hals füttern schon seit rund 10 Jahren eine wilde weiße Katze, die schon seit Monaten (!) ein tischtennisballgroßes blutverkrustetes, zeitweise stark blutendes Ohr hat. Wir fangen sie mit der Lebendfalle und bringen sie zu unserem Tierarzt. Dort wird festgestellt, daß es sich um einen bösartigen Tumor handelt, der - wie bei vielen weißen Tieren - durch Sonneneinstrahlung hervorgerufen werden kann. Ein Bluttest auf VIP/Leukose ist zum Glück negativ. Ebenfalls zum Glück ist der Tumor noch nicht in den Gehörgang eingedrungen, so daß das Ohr zur Entfernung des Tumors amputiert werden kann. Die Katze bleibt eine Woche in stationärer Behandlung und wird von uns dann an ihrem Stammplatz wieder frei gelassen.

28.04.2002: Anruf aus Bad Bergzabern - Siamkater “TIGER”
Ein Siam-Mischlingskater liegt aus Mund und Nase blutend vor einer Gastwirtschaft. “Tiger” wird von uns zum tierärztlichen Notdienst gebracht, der aber außer einem angeblichen Schock nicht feststellt. “Tiger” geht auf unsere Pflegestelle. Nachdem er am folgenden Tag nichts frisst, bringen wir ihn abermals zum erstbehandelnden Notdienst-Tierarzt, der aber noch immer nichts feststellt. Als “Tiger” auch am darauffolgenden Tag noch immer nicht frisst, stellen wir ihn nun bei unserem Tierarzt vor, der sofort eine 5 cm lange und 0,3 cm breite Gaumenspalte infolge eines Sturzes diagnostiziert - deshalb konnte “Tiger” nicht fressen ! Er bleibt in stationärer Behandlung bei unserem Tierarzt. Auf unsere Zeitungsannonce meldet sich der Besitzer, dem “Tiger” aus dem Fenster gefallen war. “Tiger” wird von uns nach erfolgter Behandlung zu seinem Besitzer und seinen samtpfotigen Freunden, die ihn mit “Nasenkuss” begrüßen, zurückgebracht.

07.05.2002: Gefunden in Hatzenbühl - Kater “FELIX”
Beim Gassigehen finden wir einen verletzen rotweißen Kater vor Schmerzen schreiend im Straßengraben liegend und bringen ihn sofort zu unserem Tierarzt. Dort wird nach Röntgen festgestellt, daß “Felix” einen Autounfall gehabt haben muß und der Hüftknochen aus der Pfanne gesprungen ist. “Felix” bekommt Schmerzmittel und wird am folgenden Tag operiert. Er bleibt eine Woche in stationärer Behandlung. Nach wenigen Tagen meldet sich auf unsere Anzeige sein schrecklich besorgtes aber überglückliches Frauchen und holt ihren “Felix” nach Hause.

07.05.2002: Gefunden in Karlsruhe - Taubenbaby “LISA”
In einem Karlsruher Hinterhof finden wir eine völlig abgemagerte und entkräftete junge Stadttaube. Trotz tierärztlicher Versorgung und guter Futteraufnahme auf unserer Pflegestelle nimmt “Lisa” weiter dramatisch ab: Von nur 209 Gramm auf nur noch 168 Gramm ...Sie kommt in stationäre Behandlung, wo sie aber einen Tag später an Entkräftung stirbt, indem ihr kleines Herz einfach zu schlagen aufhört.

08.05.2002: Gefunden in Karlsruhe - Taube “ANTON”
Auf dem Europaplatz finden wir einen entkräfteten Täuberich, der an Rücken, Schwanz und teilweise auch den Flügeln völlig kahlgerupft ist. Abgesehen von Unterernährung ist “Anton” jedoch gesund und geht auf unsere Pflegestelle, wo er bleibt, bis sein Gefieder nachgewachsen ist und er wieder kräftig genug geworden ist, um in die Freiheit zu fliegen.

13.05.2002: Anruf aus Hatzenbühl - Hund “SHEILA”
Eine Anwohnerin meldet einen jungen Schäferhund, der in einem Zwinger eingesperrt Tag und Nacht heult und bellt; der Hund gehöre einer Frau, die ihn wegen Allergie auf diesen “Pflegeplatz” gegeben habe ... Unsere Kontrolle vor Ort ergibt, daß die nur etwa 5 Monate alte “Sheila” ganz alleine innerhalb eines Zwingers angekettet ist - zudem ohne Wasser und Futter ! Nach Erstversorgung wird die Besitzerin von uns aufgesucht und ihr der Sachverhalt vorgehalten. Sie zeigt sich völlig ahnungslos von den Umständen des “Pflegeplatzes” und nimmt “Sheila” in unserer Anwesenheit sofort aus dem Zwinger mit nach Hause. “Sheila” hatte sie von einem kanarischen Tierschutzverein übernommen. Unsere Nachkontrolle am folgenden Tag ergibt, daß sich “Sheila” zwar wieder in der Wohnung ihrer Besitzerin befindet, diese sie jedoch wieder an den kanarischen Tierschutzverein zurückgeben will. Die Rückgabe wird von uns kontrolliert werden. Hoffentlich findet “Sheila” nun ein besseres und liebevolleres Zuhause !

19.05.2002: Freigang von Igeln “MAX” (& Moritz)
Igel “Max”, der bei uns überwintert hat, hat endlich sein “Wunschgewicht” von 1000 Gramm erreicht und darf seinem Freund Moritz mit 2 Wochen Verspätung in die Freiheit folgen.

25.05.2002: Gefunden in Karlsruhe - Elster “RUDI”
Wir finden eine junge Elster, die noch nicht fliegen kann, mit “Linksdrall” hinkend läuft, einen vereiterten Flügel und einen verschobenen Schnabel hat - ganz offensichtlich hatte “Rudi” einen Unfall. Wir bringen ihn zu unserem Tierarzt, der in Narkose den Flügel versorgt und für den verschobenen Schnabel eine Schiene bastelt, die verhindert, daß der Schnabel sich nach dem Offnen schief schließt. “Rudi”, der zuvor keine Nahrung selbst aufnehmen konnte, frißt nun begeistert wie ein Scheunendrescher alles was er kriegen kann ! Die Schnabelschiene braucht “Rudi” schon nach etwa 10 Tagen nicht mehr, Flügel und Bein heilen. Wir bauen ihm ein schönes großes Gehege und wenn “Rudi” in einigen Wochen fliegen gelernt hat, wird er ihn in die Freiheit entlassen.

Fortsetzung “Rudi” - Anfang Juni 2002: Es stellt sich heraus, daß unser “Rudi” nur so getan hat, als sei er eine Elster - tatsächlich handelt es sich um eine junge Rabenkrähe ! Er wächst und wächst und ist schon jetzt, obwohl er die teilweise helle Federzeichnung noch nicht ganz verloren hat, größer als eine Elster je werden würde ! Richtig fliegen kann er noch nicht, als junge Rabenkrähe hat er aber auch noch ein bißchen Zeit, da Rabenkrähen im Gegensatz zu Elstern noch etwa 6 Wochen nach Verlassen des Nestes auf die Eltern angewiesen sind.

Fortsetzung “Rudi” - Mitte Juli 2002: Rudi und Loretta kommen gemeinsam in eine große, traumhaft schöne Flugvoliere zu einer Tierschützerin in Obergrombach. Schon nach 3 Wochen haben sich beide dort prächtig weiterentwickelt, Rudi hat fliegen gelernt !

 

26.05.2002: Hilferuf aus Appenhofen - Marder
Eine Anwohnerin ruft uns an, da ein verletzter Marder in ihrem Hof liegt. Wir fangen ihn ein und bringen ihn zum Notarzt. Der stellt die traurige Diagnose, daß das Rückgrad gebrochen ist und erlöst ihn von seinen Leiden.

Hilferuf aus der Pfalz - Daisy mit Tick, Trick und Track
Wir werden zu einer Schneune gerufen, in der eine freilebende Katze ihre drei Jungen zur Welt gebracht hat. Da auch die Gefahr besteht, daß der Hund des Grundstücks die Kleinen findet und tötet, verbringen wir Mutter und Kinder auf unsere Pflegestelle, von wo aus die etwa 4 Wochen alten Babys, sobald sie alt genug sind, vermittelt werden - selbstverständlich unter Impf- und Kastrationsauflage.

28.05.2002: Hilferuf - schwerkranke Katze
Eine Anwohnerin findet auf einem Parkplatz, wo sie herrenlose Katzen füttert, eine schwerkranke halbwilde Katze. Unser Tierarzt stellt folgende Diagnose: Kätzin, kastriert, sehr alt, Täto im li. Ohr KA 926 (im rechten, verkrüppelten Ohr nicht lesbar), völlig vereiterte Zähne, tischtennisballgroßer Nierentumor, Wasser in der Lunge (sie atmet nur sehr schwer), krankes schwaches Herz. Sie ist nur noch Haut und Knochen, total ausgetrocknet. Nach einer Blutuntersuchung auf VIP/Leukose wären zwei Operationen notwenig für Niere und Zähne. Die Katze müßte Infusionen bekommen sowie lebenslang Herz-, Nieren- und Lungenmedikamente, um nicht qualvoll zu ersticken. Das würde aber bedeuten, daß sie, die bislang draußen frei gelebt hat, den Rest ihres Lebens eingesperrt verbringen müßte und für immer ihrer Freiheit beraubt wäre ... Da das für diese halbwilde Katze kein erträgliches Leben wäre, entscheiden wir mit unserem Tierarzt, sie zu erlösen.

06.06.2002: Notruf aus Hatzenbühl - Kater “DICKER”
Eine Nachbarin bittet um Hilfe, weil eine Katze sich in einem Schutznetz für Gemüseanpflanzungen im Garten nebenan verfangen hat. Wir fahren  sofort vor Ort und finden einen dreibeinigen schwanzlosen Kater vor, der sich in einem über Bohnenanpflanzungen gespannten Netz völlig verwickelt hat. Die Netze schnüren ihm bereits das Bein ab, er hat große Schmerzen. Nachdem wir ”Dicker” eiligst aus dem Netz herausgeschnitten haben, kommt die Besitzerin der Hobby-Anpflanzungen aus dem Haus gerannt und beschimpft uns auf das Unflätigste, da wir für dieses “Scheißvieh” ein Loch in ihr Bohnennetz geschnitten haben ... Wir bringen den verletzen Kater zu unserem Tierarzt. Dort werden die Reste der das Bein abschnürenden Netzteile entfernt, das Bein versorgt und “Dicker” bei der Gelegenheit noch kastriert und tätowiert. Am Tag darauf kann er putzmunter von uns abgeholt und seinem Frauchen, das diesen Wildling seit Jahren füttert, zurückgebracht werden.

06.06.2002: Taube in Not - “MONA & LISA”
Seit etwa einer Woche sind wir jeden Morgen vor Bürobeginn ab halb 6 Uhr in Karlsruhe auf dem Europaplatz, um 5 an den Füßen verschnürte Tauben einzufangen - wieder einmal sind mehrere Tauben in sog. “Abwehrnetzen” hängen geblieben und haben sich die Zehen und Füße bis auf die Knochen mit den Netzfäden abgeschnürt, so daß sie kaum noch laufen können. Einer der schwersten Fälle ist der Täuberich “MONA”, den wir endlich am 06.06.2002  gemeinsam mit seiner Partnerin “LISA” einfangen können. Er hat schlimme Schmerzen und kann den linken Fuß, der teilweile schon schwarz ist, kaum noch aufsetzen. Daumen und Mittelfinger des linken Fußes müssen amputiert werden, das untrennbare Päarchen “MONA” und “LISA” gehen zusammen in unsere Pflegestelle, wo “MONA” bereits einen Tag nach der OP ihren zuvor völlig verkrüppelten linken Fuß wieder benutzt und am 16.06.2002, nach genau 10 Tagen, geheilt gemeinsam mit Lisa wieder in die Freiheit entlassen wird.

 

Fortsetzung “Mona & Lisa” - Ende August 2002: Nachdem wir sie nach ihrem Freiflug fast drei Monate nicht mehr gesehen haben, laufen uns “Mona” und “Lisa” am 25.08.2002 am Europaplatz über den Weg ! Wären die beiden amputierten Zehen nicht, würde man nicht erkennen, daß “Mona” einmal kaum noch laufen konnte - so schön spaziert sie !

07.06.2002: Kleine Elster in Not - “LORETTA”
Eine kleine Elster wird auf den Straßenbahnschienen gefunden. Wir nehmen sie auf und lassen Sie nach einer Eingewöhnungszeit in unseren großen Käfig zu “Rudi”, unserer Rabenkrähe. Die beiden verstehen sich prima und “Loretta” wird eine freche kleine Elsterndame, die den bewegungsfaulen “Rudi” auf Trab bringt ... Hoffentlich bald sind beide groß genug, um uns in Richtung Freiheit zu verlassen.

Fortsetzung “Loretta” - Mitte Juli 2002:”Loretta” kommt gemeinsam mit “Rudi” in eine traumhaft schöne Flugvoliere einer Tierschützerin in Obergrombach. Beide entwickeln sich dort prächtig, vor alle m “Loretta” wächst und wächst und wächst ...

07.06.2002: Hilferuf aus Hatzenbühl - Kater “NANDINO”
Wir werden zu einer Katze gerufen, die völlig verwahrlost und geschwächt bei einer Kleingartenanlage liegt.. “Nandino”, ein noch junger unkastrierter Kater, befindet sich in einem unbeschreiblichen, ganz fürchterlichen Zustand: Er ist völlig abgemagert und an der rechten Backe klafft eine offene, von unzähligen Maden befallene Wunde, die schrecklich nach verfaultem Fleisch stinkt. Bei unserem Tierarzt wird festgestellt, daß die Maden sich bereits durch den Kiefer durchgefressen haben und die Nieren nicht mehr funktionieren. Unter Narkose werden dutzende Maden mühsam entfernt, nach einem zeitgleichen Bluttest dann die traurige Diagnose: “Nandino” hat Leukose, es gibt keine Hilfe mehr für ihn. Wir entscheiden uns, ihn aus der Narkose nicht mehr aufwachen zu lassen. Und so mußte wieder einmal eine junge Katze unnötig leiden und sterben, weil Menschen es unterlassen haben, ihn durch eine einfache Impfung vor einer todbringen Krankheit wie Leukose zu schützen ...

08.06.2002: Angeschossene Taube in Not - “KLARA”
In einem Hinterhof der Karlsruher Oststadt fangen wir “Klara” ein, die mit hängendem linken Flügel nicht mehr fliegen kann.Wir bringen sie zu unserem Tierarzt der feststellt, daß “Klara” in den Rücken geschossen wurde ! Die Schußverletzung ist schon etwa ein Jahr alt, die Kugel hat die Muskulatur der linken Schulter beschädigt, weshalb “Klara” nach und nach ihren linken Flügel nicht mehr benutzen konnte und so ihre  Flugfähigkeit verloren hat. Die alte Schußwunde wird operativ behandelt, der zerstörte Muskel kann aber nicht wiederhergestellt werden. Nun muß “Klara” trainieren, mit den verbliebenen Muskeln ihren Flügel zu benutzen, um irgendwann wieder fliegen zu können. Zu diesem Zweck bauen wir ihr ein Fluggehege in dem Hinterhof, in dem auch ihr Partner lebt.

13.06.2002: Rabenkrähe aus der Pfalz - “BLACKY”
Um 23 Uhr erreicht und der Anruf zweier engagierter Tierschützer, die auf einem Feld in der Pfalz “Blacky”, eine taumelnde Rabenkrähe mit gebrochenem Bein entdeckt und eingefangen haben. Die beiden fahren ihn noch um halb 12 Uhr nachts zu unserer Pflegestelle in Karlsruhe, damit er von dort aus am nächsten Morgen zu unserem Tierarzt gebracht wird. Während der Fahrt nach Karlsruhe stirbt “Blacky”, der offenbar neben dem gebrochenen Bein auch noch innere Verletzungen hatte.

17.06.2002: Zwei Taubenbabys - “MERLIN & MARLENE”
Unser befreundetes Tierheim in Bruchsal ruft an wegen zwei erst etwa 3 Wochen alten Taubenbabys, die bei Fassadenarbeiten aus dem Nest gefallen sind. Wir übernehmen die Kleinen, peppeln sie alle zwei Stunden mit Babybrei auf. Nach einer weiteren Woche können sie bereits selbst fressen und gedeihen prächtig ! Das Anfangsgewicht von knapp 200 Gramm verdoppelt sich fast in nur zweieinhalb Wochen. Als sie groß genug sind, dürfen sie zu “Klara” ins Fluggehege. “Klara”, “Merlin” und “Marlene” werden ein lustiges Dreiergespann. In Kürze dürfen “Merlin” und “Marlene” die Welt erkunden.

Fortsetzung “Merlin” und “Marlene”- 13.07.2002: wiegen fast 400 Gramm, haben bereits eine weiße “Nase” und verlassen neugierig, mit grünem Ringchen, ihr Gehege. Sie schließen sich den ihnen vom Gehege aus bereits bekannten “Oststadt-Tauben” an, bleiben aber immer in der Nähe. 

22.06.2002: Schnauzer-Pudel-Mix in Not - “WENDY”
Eine Tierfreundin ruft an wegen eines 5 Jahre alten Mischlingshundes ihrer Schwiegermutter, die mit einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt und sich um ihren “Wendy” nicht mehr kümmern kann.. “Wendy” ist in einer Hundepension untergebracht und leidet dort sehr. Zufällig liegt bei uns eine Anfrage einer sehr tierlieben Familie aus Bad Dürkheim nach einer mittelgroßen Hündin vor und so stellen wir “Wendy” vor. Die Familie hat bereits mehrere Tiere vom Tierschutz: Einen Kater, ein Pony und zwei Hasen. Bei “Wendy” ist es Liebe auf den ersten Blick und so bleibt ihr die Rückfahrt in die Tierpension, die sie gegen ein liebevolles neues Zuhause eintauschen kann, erspart !

 

29.06.2002: Ausgesetze Mäuse - “Micky & Minni”
Eine Familie findet in Wörth zwei weiße Mäusemädchen, die ausgesetzt in der prallen Sonne stehen ... Wir nehmen die Unglücklichen auf - und haben zugleich eine Anfrage aus Karlsruhe nach einem Mausemädchen, da ein solches dort gestorben ist und die verbliebene weiße Maus trauert. Wir bringen die beiden in ihr neues, wirklich sehr tierliebes Zuhause, das statt einer Mäusin auch gerne beide Mausedamen aufnimmt. Zuvor haben wir selbstverständlich das Geschlecht überprüft, um unerwünschten Nachwuchs auszuschließen. Und so werden aus zwei kleinen Unglücksraben zwei Glückspilze - oder besser: Glücksmäuse !

30.06.2002: Wieder eine Taube in Not - “PAULA”
Wie schon seit Wochen sind wir Morgen für Morgen in Karlsruhe auf der “Jagd” nach verletzten Tauben, um sie tierärztlich behandeln zu lassen und gesund zu pflegen. Und so treffen wir auf “Paula”, die völlig entkräftet und erschöpft vor dem Karlsruher Karstadt auf dem Boden kauert. Wir lassen ihr eine Aufbauspritze geben und sie gegen ihre Würmer behandeln und bringen sie bei uns unter. Nach 5 Tagen kann “Paula”, wieder zu Kräften gekommen, freigelassen werden.

01.07.2002: Ein armes Mäuschen - “MAUSI”
In dem Hinterhof, in dem unsere Taube “Klara” lebt haben wir schon seit Tagen ein kleines, nur etwa 4 cm großes Wühlmäuschen gesehen, das sich hin und wieder ein Körnchen von “Klara” stibitzt. Am Abend des 01.07. sitzt unser “Mausi” orientierungslos mit völlig zugeschwollenen Augen hilflos bei “Klara”. Wir bringen sie sofort zu unserem Tierarzt, der leider feststellen muß, daß “Mausi” sich irgendwo eine schwere Quetschung zugezogen hat, weshalb sie vom Brustkorb aufwärts völlig zugeschwollen ist, einen großen Bluterguß und wohl auch innere Verletzungen und Brüche hat. Wir können unser kleines Mäuschen leider nur noch erlösen, damit sie nicht qualvoll verhungert.

06.07.2002: “MOHRLE & MOHRLINCHEN”
Wir nehmen eine schwarze Kätzin “Mohrle” und ihre etwa 10 Wochen alte Tochter “Mohrlinchen” von einer anderen Pflegestelle zu uns. “Mohrle” wurde mit ihren vier Babys kurz nach deren Geburt ausgesetzt. Bis auf “Mohrlinchen” konnten alle Babys vermittelt werden. “Mohrle” und “Mohrlinchen” hängen sehr aneinander, weshalb sie von uns nur zusammen vermittelt werden.

14.07.2002: Taube in Not - “TRISTAN”
In der Innenstadt von Karlsruhe fangen wir “Tristan”, wieder einmal eine Taube, die in sog. “Taubenabwehrnetzen” hängen geblieben war und sich die Zehen bis auf die Knochen abgeschnürt hat. “Tristan” wurde offenbar von einem gutmeinenden Tierfreund bereits von den Schnüren an seinem linken Fuß´befreit, die Wunden waren aber nicht versorgt worden, weshalb der Fuß stark entzündet und vereitert ist. Unser Tierarzt kann den schon fauligen “Zeigefinger” und “Daumen” nur noch amputieren, der völlig verkrümmte “Mittelfinger” muß drei Wochen lang mit immer strafferen Stützverbünden gestreckt werden, damit “Tristen” wieder auf ihm gehen kann. “Tristan” kommt zu “Klara” in die Voliere.

 

Fortsetzung - Mitte August 2002: “Tristan”
“Klara” hat von “Tristan” zwei Eier gelegt, die von uns selbstverständlich gegen Gipseier ausgetauscht wurden und von beiden bebrütet werden. Seit Ausübung ihrer “Mutterpflichten” hat “Klara” kein Interesse mehr an “Tristan”, der sodann geheilt aus der Voliere entfliegt.

Mitte Juli 2002 - Hundebaby aus der Teertonne: “TARA”
Ein tierlieber Mann aus Bruchsal bittet um Vermittlungshilfe für ein Hundebaby, da er ganztätig berufstätig ist und sich um “Tara” nicht genug kümmern kann. Er hatte “Tara”  während seines Urlaubes in Zypern gefunden. Sie steckte bis zum Kopf in einer Tonne mit Teer und jaulte um ihr Leben - offenbar sollte “Tara” auf diese Weise “entsorgt” werden. Auf unsere Annonce meldet sich ein sehr tierlieber und verantwortungsvoller Mann aus Baden-Baden, der gerade seie 10 Jahre alte Boxerhündin verloren hat. So hat die einst todgeweihte “Tara” in kurzer Zeit gleich zweimal großes Glück gehabt: Erst durch die Rettung aus der Teertonne, nun durch ein liebe- und verantwortungsvolles  Zuhause !

20.07.2002: Türkentäubchen in Not - “PRINCESS”
Wir bekommen einen Notruf aus Bruchsal, daß eine flugunfähige Türkentaube (also im Gegensatz zu den Stadttauben eine Wildtaube) gefunden wurde. Wir bringen “Princess” sofort zu unserem Tierarzt, leider hat sie aber innere Verletzungen - offenbar verursacht durch einen Autounfall - und stirbt, noch bevor sie eingeschläfert werden kann.

21.07.2002: Stadttaube “SILVESTER”
Seit Wochen versuchen wir Sonntagmorgen für Sonntagmorgen “Silvester” vor Karstadt in Karlsruhe zu fangen. Sein rechtes Bein ist nur noch ein fußloser Stumpf, sein linkes Bein ist nach hinten verkrümmt, so daß er nicht mehr laufen kann. Der Schwanz ist zerfleddert, nur halb so lang wie normal und scheint nicht nachzuwachsen. Heute endlich fangen wir ihn mit einem selbstgebauten Spezialkonstruktion und bringen ihn zu unserem Tierarzt. Der muß leider feststellen, daß die Verletzungen schon sehr alt sind, wie “Silvester” selbst auch. Das linke Bein war schon vor langer Zeit dreifach gebrochen und ist nun - inoperabel - nach hinten versteift. Der Schwanz ist so abgestoßen, da “Silvester” ihn als “Beinersatz” benutzt, also auf ihm sitzt. Da Silvester jedoch ausgezeichnet fliegen kann und vor Karstadt seinen festen Platz hat an dem er mit Futter versorgt wird, also trotz seiner Behinderung in der gewohnten Umgebung ganz gut zurecht kommt, lassen wir ihn an seinem angestammten Platz gleich wieder frei.

21.07.2002: “Unglücksrabe” Stadttaube “NOEL”
Kurz bevor wir “Silvester” fangen, finden wir eine blutüberströmt neben einer der Karstadt-Säulen liegende Taube. “Noel” wurde offenbar von der Straßenbahn überfahren und mitgeschleift, ihr rechtes Bein ist gebrochen, ihr linker Flügel bis auf den Knochen “skalpiert”, also Federn, Haut und Fleisch vom Knochen gerissen. Obgleich feststeht, daß der Flügel nicht mehr gerettet werden kann (wo kein Fleisch und Haut mehr sind, können auch keine Federn mehr nachwachsen...) und unser Tierarzt den Flügel erwartungsgemäß amputieren muß, wird Noel, die einen ungeheuren Lebenswillen zeigt,  nicht eingeschläfert. “Noel” ist ein noch junges, sehr hübsches Täubchen, das mit ihrem einen Flügel prima zurecht kommt. Sie zieht zu “Klara” in die Voliere, wo ihr gebrochenes Bein schnell heilt. Bereits nach kurzer Zeit verliert “Noel” nicht mehr das Gleichgewicht und hüpft neugierig, mit ihrem linken Flügel flatternd herum.

Fortsetzung - Anfang August 2002: “NOEL”
Wir bauen für “Noel” in der Voliere eine Treppe mit Häuschen, damit sie nicht immer auf dem Boden bleiben muß und sich bewegen kann. Bereits nach einem Tag benutzt sie die Treppe ebenso fleißig wie mutig und überwindet unter Benutzung ihres verbliebenen Flügels immer größere Höhen ! Um zu verhindern, daß sie sich im Falle einer Sturzes weht tun oder gar verletzen kann, “polstern” wir den Volierenboden mit ca. 10 cm dickem Styropor und Einstreu. Aber “Noel” ist geschickt und denkt nicht daran, zu fallen !
Mit “Klara” versteht sie sich prima und wir haben wirklich den Eindruck, daß ihr das Leben auch in der Voliere Spaß macht und genug Lebensqualität bietet, so daß es die richtige Entscheidung war, sie trotz ihrer nun lebenslangen Flugunfähigkeit nicht einschläfern zu lassen.

INFO - INFO - INFO

25.07.2002 - Karstadt Karlsruhe entfernt die alten Taubennetze !!!
Auf Initiative eines unserer Mitglieder entfernt Karstadt die für die Tauben lebensgefährlichen alten, zerrissenen Abwehrnetze von seiner Fassade fast vollständig. Lediglich vor einigen oberen Fenstern und an der unteren Fassade, an der bei der Entfernungsaktion gerade Tauben brüteten, wurden noch einige alten Netze belassen, die jedoch ebenfalls noch entfernt werden sollen.
VIELEN DANK FÜR EURE SCHNELLE REAKTION, KARSTADT !!! VORBILDLICH UND NACHAHMENSWERT !!!

28.07.2002 - Taube in Not: “NANDINO”
Eine Tierschützerin macht uns auf eine schwerverletzte Taube am Berliner Platz in Karlsruhe aufmerksam. Wir fangen “Nandina” relativ problemlos und schnell. Die Federn seines linken Flügels sind zerfleddert und teilweise ausgerissen, das rechte Bein ist gebrochen. “Nandino” wird tierärztlich versorgt und kommt zu uns in Pflege, erst zu “Noel” und “Klara”, dann, da “Nandino” ein kleiner Stänkerer ist, auf einen Einzelpflegeplatz.

Fortsetzung “Nandino”: Am 08.09.2002 lassen wir “Nandino” mit geheiltem Bein auf dem Berliner Platz frei.

 

30.07.2002 - Hinter den 7 Bergen bei den 7 ... KÄTZCHEN !
Über eine befreundete Tierschützerin kommen wir zu 7 ca. 10 Wochen alte Kätzchen aus der Pfalz, die wie ihre frei lebenden beiden Mütter gefangen werden mußten. Die Mutterkatzen werden kastriert und wieder frei gelassen, für unsere “Kinderschar” gibt es über ein befreundetes Tierheim zum Glück schon eine Abnehmerliste.

18.08.2002 - Todkrankes Kaninchen: “MÜMMEL”
Eines unserer Mitglieder beobachtet schon seit Wochen an Myxomatose erkrankte frei lebende Kaninchen in der Waldstadt. Mitten auf einer vielbefahrenen Straße sitzt” Mümmel”, schon völlig abgemagert und durch vereiterte, zugeschwollene Augen blind. Wir können ihn nur noch zum Einschläfern bringen. Eine Heilung dieser schrecklichen, von Menschen zur Ausrottung der australischen Kaninchen erfundenen Seuche gibt es nicht ...

28.08.2002 - Taube in Not: “RONALDO”
Auf dem Stephanplatz in Karlsruhe fangen wir “Ronaldo”, der den Fuß verschnürt und bereits eine schwarze Zehe hat, die amputiert werden muß.

30.08.2002 - Taube in Not: “YENTL”
Zufällig sehen wir, wie auf dem Stephanplatz in Karlsruhe neben dem Brunnen “Yentl” auf dem Bauch landet - beide Füße sind verschnürt, so daß sie weder stehen noch gehen, sondern (wie seinerzeit “Selina”) nur noch auf dem Bauch rutschen und sich mit den Flügeln vorwärts schieben kann. Sie ist schon so schwach, daß wir sie mit der Hand fangen können. Die Netzfäden werden von unserem Tierarzt entfernt, die Wunden versorgt und verbunden. Die Fäden haben vor allem den linken Fuß bis auf den Knochen eingeschnürt, Nerven und Sehnen durchtrennt. Sie kommt in Pflege zu “Ronaldo”, nun muß abgewartet werden, ob das Gefühl im linken Fuß wiederkehrt. Nach drei Tagen setzt sie bereits den rechten Fuß wieder auf und genießt es, endlich wieder stehen, gehen und sich strecken und am Bauch putzen zu können. 

© Schnauze in Not e.V. 2003